GAS GEBEN aus Leidenschaft

Die Verfahren des thermischen Spritzens sind dadurch gekennzeichnet, daß ein pulver- oder drahtförmiger Spritzzusatz innerhalb oder außerhalb der Spritzpistole zugeführt, bis zum plastischen oder geschmolzenen Zustand aufgeheizt und dann auf die vorbereitete Oberfläche geschleudert wird; die Oberfläche wird dabei nicht aufgeschmolzen.

Wir nutzen dabei ein innovatives Beschichtungsverfahren, das die Technik des Partikelbeschusses nutzt und dessen Prozeßtechnik durch die GTV Verschleißschutz GmbH vertrieben und ständig weiter entwickelt wird.

Als Energiequelle dient ein thermisches Plasma, ein Lichtbogen (streng physikalisch ebenfalls ein Plasma) oder eine Brenngasflamme. Diese werden von einer Pistole oder einem Brenner unter Zuleiten von Gasen und/oder elektrischem Strom generiert, wobei der zugeführte Werkstoff an- oder aufschmilzt.

Im Folgenden kommt es aufgrund der kinetischen Energie der Flamme oder des Plasmas zum raschen Beschleunigen der Partikel in Richtung des zu beschichtenden Bauteils. Die Geschwindigkeit der Partikel ist hierbei verfahrens- und werkstoffabhängig.
Beim Aufprall auf den Grundwerkstoff entsteht infolge der Relativbewegung zwischen Werkstück und Pistole eine Schicht.

Die DIN EN-Norm 657 "Thermisches Spritzen" gibt eine Übersicht über Begriffe und Einteilung der verschiedenen Verfahren1

Ein wesentlicher Vorteil des thermischen Spritzens ist es, daß i.a. keine unzulässige Temperaturbeanspruchung des Substrats während des Beschichtens auftritt. Gefügeänderungen des Grundwerkstoffs werden in der Regel vermieden.
Diese Tatsache eröffnet dem thermischen Spritzen ein überaus großes Anwendungspotential, das in vielen Fällen unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet keine Verfahrensalternativen zuläßt.

1 o.V.: DIN EN 657:2005, Thermisches Spritzen: Begriffe, Einteilung. Ausgabe Juni 2005. Berlin: Beuth Vlg., 2005