GAS GEBEN aus Leidenschaft

Das RSW Verfahren dient zum wirtschaftlichen Erzeugen von Zylinderlaufflächen in Aluminium-Zylinderkurbelgehäusen im großindustriellen Einsatz als auch im Reparaturbereich. Diese Laufflächen mussten bisher als Graugussliner aufwendig in die Gehäuse eingegossen werden.

Desweiteren können auch andere rotationssymmetrische Bauteile, wie Innenwandungen von Rohren, außerhalb des Automobilbereiches beschichtet werden. Bisher realisierte Durchmesser liegen zwischen 65 und 120 mm.

Mittels Hochspannungszündung wird ein elektrischer Lichtbogen mit Stromstärken im Bereich von 60 bis 150 A generiert. Der Drahtspritzwerkstoff wird durch einen elektrischen Lichtbogen und das Argon/Wasserstoffplasma aufgeschmolzen.

Das schmelzflüssige Drahtende wird mittels Druckluft zerstäubt und als schmelzflüssige Partikel in Richtung des Substrates beschleunigt. Dies führt in der Folge beim Aufprall auf die vorbehandelte, aufgeraute Zylinderoberfläche zu einem lamellaren Schichtaufbau mit definierter Porosität.

Merkmale der RSW-Schichten:

  • Gewichtsreduktion
  • Verbesserter Wirkungsgrad des Motors, da die Schicht  nach dem Endbearbeitungsprozess (Honen) über einen definierten Prozentsatz an Poren verfügt. Diese Poren dienen als Ölrückhaltevolumen besonders in den stark beanspruchten Bereichen des oberen und unteren Totpunktes.
  • Verminderung der Reibleistung.
  • Verbesserter Wärmeübergang vom Zylinder in das Kühlwasser, Absenkung der Zylinder- oberflächentemperatur um bis zu 30 °C
  • Somit können höhere Verdichtungsverhältnisse realisiert werden können, ohne dass es zur sogenannten Glühzündung kommt.